Maschinen- und Anlagenbau
Eine Maschine läuft jahrzehntelang. Das Wissen über ihren Baustand sollte so lange halten.
Im Maschinen- und Anlagenbau liegt viel Arbeit nach der Auslieferung: Störungsmeldungen, Ersatzteilanfragen mit unscharfen Fotos, Fragen zu Umbauten an Anlagen, deren Konstrukteur längst im Ruhestand ist. Wir verbinden Service, Auftrag und Dokumentation über die Maschine, um die es geht.
Alltag
Wo im Maschinen- und Anlagenbau Zeit verloren geht
Ersatzteilanfragen ohne Teilenummer
Der Kunde schickt ein Foto eines verschlissenen Teils und schreibt „bitte zweimal anbieten“. Welche Maschine, welcher Baustand, welche Stücklistenposition? Der Innendienst sucht in ERP, Zeichnungsarchiv und alten Lieferungen, bevor er überhaupt ein Angebot schreiben kann.
Störungsmeldungen kommen unvollständig
Eine Anlage steht, der Kunde ruft an oder schreibt eine kurze Mail. Fehlercode, Seriennummer und Betriebssituation fehlen. Bis der Service weiß, ob ein Techniker hinfahren muss oder eine Fernwartung genügt, vergeht wertvolle Zeit.
Änderungen versickern zwischen Abteilungen
Während der Auftragsabwicklung ändert der Kunde eine Anforderung per Mail an den Vertrieb. Konstruktion, Einkauf und Montage erfahren davon zu unterschiedlichen Zeitpunkten oder gar nicht. Bei der Abnahme steht dann die Frage im Raum, was eigentlich vereinbart war.
Dokumentation passt nicht zum Baustand
Betriebsanleitung, Schaltplan und Ersatzteilliste wurden für die Serie geschrieben. Die ausgelieferte Anlage hat Sonderausführungen und nachträgliche Umbauten. Welche Unterlage für welche Seriennummer gilt, weiß oft nur, wer damals dabei war.
Vier Themen
Wo wir ansetzen
Datenanalyse, Kommunikation, Wissensmanagement und die Prüfung von Wissen hängen zusammen. Jedes Thema hat für Ihre Branche eine eigene Seite.
Datenanalyse
Ihre Serviceanfragen wissen mehr über Ihre Maschinen als jeder Prüfstand
Jede Störungsmeldung und jede Ersatzteilanfrage ist eine Rückmeldung aus dem realen Betrieb. Einzeln geht sie im Tagesgeschäft unter. Zusammengeführt zeigt sie, wo eine Baugruppe Probleme macht und welche Kunden Unterstützung brauchen.
Kommunikation
Der Kunde schreibt an drei Abteilungen. Ankommen sollte es in einem Vorgang.
Vertrieb, Projektleitung, Konstruktion, Service: Im Anlagenbau hat der Kunde viele Ansprechpartner und nutzt sie alle. Wir sorgen dafür, dass eine Nachricht beim richtigen Auftrag oder bei der richtigen Maschine landet, egal an wen sie adressiert war.
Wissensmanagement
Der Konstrukteur von damals ist in Pension. Die Anlage läuft noch.
Maschinen und Anlagen werden oft über Jahrzehnte betrieben, umgebaut und erweitert. Was über eine einzelne Anlage bekannt ist, steht nur teilweise im ERP. Der Rest liegt in Mails, Inbetriebnahmeberichten und im Gedächtnis erfahrener Leute. Wir verbinden es mit der Seriennummer.
Wissen validieren
Die richtige Anleitung für die falsche Maschine ist auch eine falsche Antwort
Technische Dokumentation gibt es im Maschinenbau reichlich, aber in vielen Fassungen und für viele Varianten. KI kann darin schnell suchen. Ob die Fundstelle zur Seriennummer des Kunden passt, muss das Verfahren sicherstellen – und am Ende ein Mensch.
Anwendungsfälle
Konkrete Abläufe zum Einstieg
Wir beginnen mit einem Ablauf, der heute spürbar Zeit kostet. Erst wenn er trägt, kommt der nächste dazu.
Ersatzteilanfragen der richtigen Teilenummer zuordnen
Aus Foto und Beschreibung einen Teilevorschlag mit Stücklisten-Fundstelle machen.
Störungsmeldungen für den Service aufbereiten
Störungsmeldungen vervollständigen, damit der Service sofort entscheiden kann.
Änderungswünsche im Auftrag nachvollziehen
Kundenänderungen erkennen, intern verteilen und mit Quelle in einer Liste führen.
Offene Punkte der Inbetriebnahme führen
Meldungen aus der Inbetriebnahme zu einer gepflegten Punkteliste machen.
Auffällige Baugruppen aus Servicefällen erkennen
Häufungen bei Störungen und Ersatzteilen als Hinweis an die Konstruktion.
Ihre Werkzeuge bleiben
Wir lösen keine Systeme ab, die im Maschinen- und Anlagenbau gut funktionieren. Wo eine Schnittstelle existiert, binden wir an; wo nicht, klären wir in der Analysephase, was möglich ist und mit welchem Aufwand.
Wie Integrationen ablaufen →In der Branche verbreitet
- ERP (z. B. SAP, proALPHA, abas)
- PDM- und PLM-Systeme
- CAD und Elektrokonstruktion (z. B. SolidWorks, Inventor, EPLAN)
- Service- und Ticketsysteme
- Fernwartungszugänge
- Microsoft 365
Die Nennung bedeutet nicht, dass für jedes dieser Systeme schon eine fertige Anbindung besteht.
Branchenneutral
OfficeHub: Alle Kanäle. Ein sauberer Vorgang.
Die Basis-Vorgangsplattform. Kommunikation, Anfragen und Aufgaben laufen zentral zusammen. Sie starten mit Vorgängen; wenn das Geschäft komplexer wird, wächst die Struktur mit, ohne dass Sie etwas umbauen. Es sind dieselben Vorgänge.
Erstgespräch
Sehen wir uns an, wo im Maschinen- und Anlagenbau bei Ihnen Zeit verloren geht.
Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.
Erstgespräch vereinbarenHäufig gestellte Fragen
Was im Maschinen- und Anlagenbau vor dem Start am häufigsten gefragt wird.
KontaktBleiben ERP und PDM führend?
Ja. Stücklisten, Zeichnungen, Aufträge und Lieferungen bleiben in den Systemen, in denen Sie sie heute führen. Wir ordnen die Kommunikation rund um Service und Auftrag und verbinden sie mit diesen Systemen. Wo eine Schnittstelle existiert, binden wir an; sonst klären wir es in der Analysephase.
Funktioniert das auch mit Kunden im Ausland?
Anfragen in anderen Sprachen können eingeordnet und Antwortentwürfe in der Sprache des Kunden vorbereitet werden. Was hinausgeht, prüft wie immer ein Mensch, der die Sprache ausreichend beherrscht oder die Übersetzung verantwortet.
Wie gehen Sie mit Konstruktionsdaten und Know-how um?
Angebunden wird nur, was für einen konkreten Ablauf gebraucht wird, und mit den Berechtigungen der Quellsysteme. Welche Daten welche Schutzstufe bekommen, legen wir gemeinsam fest, bevor etwas angebunden wird. Details zur Verarbeitung finden Sie auf unserer Sicherheitsseite.
Womit beginnen wir?
Häufig mit dem Ersatzteil- oder Serviceeingang, weil dort viele ähnliche Anfragen auflaufen und Verzögerungen beim Kunden sofort spürbar sind. Erst wenn dieser Ablauf stabil läuft, kommt der nächste dazu.