Datenanalyse für die Disposition
Warum der Plan nicht hält, steht in den Nachrichten des Tages
Das Planungssystem zeigt den Plan. Wie oft er sich ändert und warum, zeigt die Kommunikation: Absagen, Verschiebungen, Rückmeldungen von unterwegs. Wir werten diese Änderungen aus, nicht die Menschen.
Die Ausgangslage
In der Disposition fühlt sich jeder Tag anders an, aber viele Störungen wiederholen sich. Bestimmte Kunden verschieben fast jeden Termin, bestimmte Adressen führen regelmäßig zu Rückfragen, an bestimmten Wochentagen häufen sich kurzfristige Zusatzaufträge. Wer lange disponiert, hat dafür ein Gespür. Belegen lässt es sich selten.
Die Information dazu liegt in Anrufnotizen, Mails und Messenger-Nachrichten. Im Planungssystem steht meist nur das Ergebnis – der neue Termin –, nicht der Grund und nicht der Aufwand, den die Änderung gemacht hat.
Besonders teuer sind Fehlfahrten: Der Kunde ist nicht da, der Zugang fehlt, das Material ist nicht vorbereitet. Jede einzelne wirkt wie Pech. Zusammen ergeben sie oft ein klares Bild.
Vorgehen
So setzen wir an
Schritt 1
Änderungen dem Auftrag zuordnen
Absagen, Verschiebungen und Rückmeldungen werden dem Auftrag im führenden System zugeordnet, samt Grund, soweit er aus der Nachricht hervorgeht. Das System schlägt vor, die Disposition bestätigt.
Schritt 2
Muster bei Aufträgen und Adressen erkennen
Welche Kunden, Auftragsarten oder Adressen führen gehäuft zu Änderungen oder Rückfragen? Daraus entsteht eine Übersicht, die sich mit dem Bauchgefühl vergleichen lässt.
Schritt 3
Fehlfahrten nach Ursache ordnen
Rückmeldungen wie „niemand angetroffen“ oder „kein Zugang“ werden gesammelt und nach Ursache sortiert, damit sich vorbeugende Schritte ableiten lassen.
Schritt 4
Hinweise in die Planung zurück
Erkenntnisse landen dort, wo geplant wird: als Hinweis am Kunden oder an der Adresse, etwa „vorher telefonisch bestätigen“.
Ein typischer Fall
Eine Disposition hat das Gefühl, dass Zustellungen in ein bestimmtes Gewerbegebiet oft scheitern. Die Auswertung der Rückmeldungen zeigt, dass es sich fast immer um wenige Empfänger handelt, die keine festen Annahmezeiten haben. Für diese Empfänger wird im Planungssystem ein Hinweis hinterlegt, und vor der Tour geht nach Freigabe eine kurze Ankündigung mit Zeitfenster hinaus.
Wo der Mensch entscheidet
Ausgewertet werden Aufträge, Adressen und Änderungsgründe – nicht Fahrer, Techniker oder Disponenten. Es gibt keine Ortung, keine Bewegungsprofile und keine Leistungsbewertung. Was aus einer Auswertung folgt, entscheidet die Leitung der Disposition.
Unsere Rolle und Grundsätze →Weitere Themen für die Disposition
Datenanalyse aus anderer Sicht
Erstgespräch
Sehen wir uns Ihren größten Zeitfresser an.
Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.
Erstgespräch vereinbarenHäufig gestellte Fragen
KontaktBrauchen wir dafür Telematikdaten?
Nein. Die Auswertung stützt sich auf die Kommunikation zum Auftrag, nicht auf Fahrzeug- oder Standortdaten.
Müssen Gründe für Änderungen extra erfasst werden?
Nein. Der Grund wird aus der Nachricht herausgezogen, soweit er genannt ist. Fehlt er, bleibt das Feld offen und wird nicht ergänzt.
Ersetzt das die Auswertungen unseres Planungssystems?
Nein. Es ergänzt sie um die Frage, warum sich etwas geändert hat und wie viel Kommunikation das ausgelöst hat.