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Datenanalyse in der Logistik

Jede Rückfrage zu einer Sendung ist auch ein Datenpunkt

Das TMS weiß, wann ein Auftrag angelegt und wann er abgeschlossen wurde. Was dazwischen an Telefonaten, Mails und Nachrichten nötig war, weiß es nicht. Genau dort zeigen sich die Abläufe, die Geld kosten.

Die Ausgangslage

In der Spedition wird viel gemessen: Auslastung, Leerkilometer, Pünktlichkeit. Kaum gemessen wird der Kommunikationsaufwand pro Auftrag. Dabei bindet ein Kunde, der bei jeder Lieferung zweimal nach dem Stand fragt, die Disposition stärker als einer, der nur den Auftrag schickt.

Ähnlich bei Ladestellen: Manche Rampen sind bekannt für lange Standzeiten, wechselnde Zeitfenster oder fehlende Ansprechpartner. Fahrer und Disponenten wissen das, aber es taucht in keiner Auswertung auf, solange es nur in Telefonaten und Sprachnachrichten vorkommt.

Auch Schäden folgen oft einem Muster – eine bestimmte Relation, eine Verpackungsart, ein Umschlagpunkt. Wer Schadensmeldungen nur einzeln abarbeitet, sieht dieses Muster nicht.

Vorgehen

So setzen wir an

  1. Schritt 1

    Kommunikation dem Transport zuordnen

    Mails, Anrufnotizen und Fahrer-Nachrichten werden über Auftrags-, Sendungs- oder Referenznummer dem richtigen Transport zugeordnet. Fehlt die Nummer, schlägt das System eine Zuordnung vor und die Disposition bestätigt.

  2. Schritt 2

    Anlässe einordnen

    Statusfrage, Terminverschiebung, Wartezeit an der Rampe, Schaden, fehlendes Papier. Jeder Kontakt bekommt einen Anlass, damit sich Häufungen überhaupt vergleichen lassen.

  3. Schritt 3

    Muster nach Kunde, Relation und Ladestelle

    Wo häufen sich Rückfragen, wo Wartezeiten, wo Schäden? Die Auswertung zeigt das nach Kunden, Relationen und Lade- oder Entladestellen – nicht nach Fahrern.

  4. Schritt 4

    Hinweise zurück in die Planung

    Ein Kunde mit auffällig vielen Statusanfragen bekommt einen Vorschlag für eine aktive Avisierung, eine schwierige Ladestelle einen Vermerk für die Tourenplanung.

Ein typischer Fall

Eine Spedition hat den Eindruck, dass ein großer Kunde überdurchschnittlich viel Aufwand verursacht. Die Zuordnung der Kommunikation zeigt ein anderes Bild: Der Großteil der Rückfragen betrifft eine einzige Empfangsstelle, an der Zeitfenster regelmäßig kurzfristig verschoben werden. Statt über Preise zu verhandeln, vereinbart die Spedition mit dem Kunden ein festes Avisierungsverfahren für genau diese Stelle.

Wo der Mensch entscheidet

Ausgewertet werden Sendungen, Relationen und Ladestellen, nicht die Arbeit einzelner Fahrer oder Disponenten. Telematikdaten dienen nicht dazu, Personen zu bewerten. Was aus einer Auswertung folgt – Gespräch mit dem Kunden, geänderte Planung, neue Konditionen –, entscheidet die Leitung.

Unsere Rolle und Grundsätze →

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Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.

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Häufig gestellte Fragen

Kontakt
Brauchen wir dafür Telematik?

Nein. Die Auswertung stützt sich in erster Linie auf die Kommunikation. Wo Statusdaten aus Telematik oder TMS zugänglich sind, ergänzen sie das Bild.

Werden Auftragsdaten aus dem TMS kopiert?

Nur, was für die Zuordnung nötig ist, etwa Auftragsnummer, Kunde und Relation. Führend bleibt das Transportmanagementsystem.

Lassen sich auch Abläufe mit Subfrächtern auswerten?

Ja, auf Ebene der Vorgänge – etwa wie oft auf einer Relation Papiere nachgereicht werden mussten. Was Sie daraus im Gespräch mit Partnern machen, entscheiden Sie.