Zum Inhalt springen
Made in Austria

Begriff · Wissensmanagement

RAG (Retrieval Augmented Generation)

RAG steht für Retrieval Augmented Generation, auf Deutsch etwa „durch Abruf ergänzte Texterzeugung“. Dabei sucht ein System zuerst passende Stellen in Ihren eigenen Unterlagen und gibt sie einem Sprachmodell als Grundlage für die Antwort mit. So kann die Antwort auf aktuelle, betriebsinterne Inhalte zurückgreifen und ihre Quellen nennen.

Das Grundprinzip in zwei Schritten

Ein Sprachmodell allein kennt nur das, was es bei seiner Entstehung gelernt hat – Ihre Preisliste oder Ihre Kundenverträge gehören nicht dazu. RAG schaltet deshalb einen Suchschritt davor. Auf eine Frage hin werden zuerst die passendsten Textabschnitte aus Ihren Quellen herausgesucht. Im zweiten Schritt formuliert das Modell eine Antwort, die sich auf genau diese Abschnitte stützen soll.

Wie die Suche funktioniert

Dokumente werden vorab in kleinere Abschnitte zerlegt. Jeder Abschnitt bekommt eine mathematische Beschreibung seiner Bedeutung, oft Embedding genannt. Eine Frage wird genauso beschrieben, und das System sucht die Abschnitte mit der ähnlichsten Bedeutung. Deshalb findet RAG auch Stellen, in denen andere Wörter verwendet werden als in der Frage. Häufig wird das mit klassischer Wortsuche kombiniert.

Warum RAG Quellenangaben ermöglicht

Weil die Antwort auf konkret abgerufenen Abschnitten beruht, lässt sich mitliefern, aus welchem Dokument sie stammen. Für den Einsatz im Betrieb ist das zentral: Wer eine Antwort zur Kündigungsfrist erhält, kann mit einem Klick prüfen, ob sie im Vertrag tatsächlich so steht. Ein gut gebautes System sollte außerdem sagen, wenn es keine passende Quelle findet, statt eine Antwort zu erfinden.

Wo RAG an Grenzen stößt

Die Qualität hängt stark von der Suche ab. Findet sie den falschen Abschnitt, ist auch die Antwort falsch – nur eben gut formuliert. Widersprüchliche oder veraltete Dokumente führen zu widersprüchlichen Antworten. Fragen, die Informationen aus vielen Dokumenten zusammenrechnen müssen, etwa Summen über alle Aufträge eines Jahres, sind für RAG schwierig; dafür eignen sich Abfragen direkt im Fachsystem besser.

Woran man ein verlässliches RAG-System erkennt

Verlässlich ist ein System dann, wenn es an realen Fragen aus dem Betrieb geprüft wurde, deren richtige Antworten bekannt sind. Wichtig sind dabei vor allem drei Punkte: Gibt es zu jeder Antwort eine Quelle? Sagt das System ehrlich, wenn es etwas nicht weiß? Und beachtet es Berechtigungen, sodass niemand über eine Frage an Inhalte kommt, die er sonst nicht sehen dürfte?

Erstgespräch

Sehen wir uns Ihren größten Zeitfresser an.

Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.

Erstgespräch vereinbaren

Häufig gestellte Fragen

Kontakt
Lernt das Sprachmodell bei RAG meine Daten dauerhaft?

Das Verfahren selbst sieht das nicht vor: Die Abschnitte werden nur für die jeweilige Antwort mitgegeben. Wie ein konkreter Anbieter mit Daten umgeht, ist eine Frage des Vertrags und der Einstellungen und sollte vor dem Einsatz geklärt werden.

Kann RAG falsche Antworten geben?

Ja. Wenn der falsche Abschnitt gefunden wird oder die Quelle selbst falsch ist, wird auch die Antwort falsch. Deshalb sind Quellenangaben und eine Prüfung an realen Fragen so wichtig.

Braucht man für RAG eine besondere Ablage?

Nein, RAG kann über bestehenden Quellen arbeiten. Klar erkennbare gültige Fassungen und wenige Dubletten verbessern die Ergebnisse aber deutlich.