Datenanalyse in der Weiterbildung
Was Interessierte fragen, sagt mehr über Ihr Programm als die Buchungsliste
Die Kursverwaltung zeigt, wer gebucht hat. Die Kommunikation zeigt, wer es fast getan hätte und warum nicht. Beides zusammen ergibt ein ehrlicheres Bild Ihres Angebots.
Die Ausgangslage
Bildungsträger planen ihr Programm oft auf Basis der Anmeldezahlen aus dem Vorjahr. Was dabei fehlt, sind die Anfragen, aus denen keine Anmeldung wurde: der Wunsch nach einem Abendtermin, die Frage nach einer Online-Variante, die Absage, weil die Förderung nicht rechtzeitig bestätigt war.
Auch in der Durchführung entstehen Signale, die selten ausgewertet werden. Ein Kurs, zu dem sich die Rückfragen zur Raumadresse häufen, ein Trainer, dessen Verfügbarkeit regelmäßig erst kurz vor Beginn bestätigt wird, eine Kursreihe, bei der immer dieselbe Unterlage fehlt. Solche Muster bleiben verborgen, solange jede Mail einzeln beantwortet wird.
Vorgehen
So setzen wir an
Schritt 1
Anfragen Kursen zuordnen
Mails, Formulareingänge und Telefonnotizen werden dem Kurs, der Kursreihe oder dem Themenbereich zugeordnet, auf den sie sich beziehen. Das System schlägt vor, Ihr Team bestätigt.
Schritt 2
Anliegen zählen und vergleichen
Wie oft wird nach Terminen, Voraussetzungen, Förderung oder Ort gefragt – und bei welchen Angeboten besonders häufig? Daraus wird sichtbar, wo Ausschreibungstexte Fragen offenlassen.
Schritt 3
Planung gegen Kommunikation legen
Bevorstehende Kurstermine werden mit dem Stand der Abstimmung verglichen: Ist der Trainereinsatz bestätigt, der Raum gebucht, die Unterlage aktuell? Lücken fallen auf, solange noch Zeit bleibt.
Schritt 4
Erkenntnisse in die Programmplanung
Die Auswertung landet nicht in einer Schublade, sondern bei der Programmverantwortung: als Hinweis auf eine Lücke im Angebot oder als Anlass, eine Ausschreibung zu überarbeiten.
Ein typischer Fall
Ein Bildungsträger wundert sich, warum ein gut nachgefragtes Fachseminar regelmäßig knapp besetzt startet. Die Zuordnung der Anfragen zeigt, dass viele Interessierte nach einer berufsbegleitenden Variante fragen und nach der Antwort nicht mehr schreiben. Die Programmleitung entscheidet, probeweise einen geteilten Termin an zwei Abenden anzubieten, und beobachtet, ob sich die Anfragen danach verändern.
Wo der Mensch entscheidet
Ausgewertet werden Kurse, Anfragen und Abläufe – nicht Teilnehmende, nicht Trainerinnen und Trainer als Personen und schon gar nicht Lernleistungen. Was aus einer Auswertung folgt, entscheidet Ihre Programmleitung.
Unsere Rolle und Grundsätze →Anwendungsfälle
Passende Abläufe in der Weiterbildung
Weitere Themen in der Weiterbildung
- Kommunikation →Eine Interessentin, drei Kanäle, ein Vorgang
- Wissensmanagement →Das Wissen über einen Kurs gehört zum Kurs, nicht zu einer Person
- Wissen validieren →Eine Auskunft zur Förderung muss auf einen aktuellen Stand verweisen
Erstgespräch
Sehen wir uns Ihren größten Zeitfresser an.
Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.
Erstgespräch vereinbarenHäufig gestellte Fragen
KontaktMüssen wir dafür zusätzlich etwas erfassen?
Nein. Grundlage ist die Kommunikation, die ohnehin entsteht. Ihr Team bestätigt Zuordnungen, die Erfassung im Alltag bleibt wie bisher.
Werden Teilnehmerdaten aus der Kursverwaltung übernommen?
Nur, was für die Zuordnung nötig ist, etwa Kursnummer und Termin. Anmeldungen und Teilnehmerlisten bleiben in Ihrem Verwaltungsprogramm.
Wann ist eine Auswertung belastbar?
Das hängt von Ihrem Rhythmus ab. Wer in Semestern plant, braucht meist einen ganzen Durchgang, bei laufend startenden Kursen reicht oft ein kürzerer Zeitraum. Das legen wir zu Beginn gemeinsam fest.