Bauunternehmen
Auf der Baustelle wird entschieden. Nachvollziehbar sein muss es auch noch in Jahren.
Ein Bauvorhaben erzeugt Kommunikation in Mengen: Baubesprechungen, Planlieferungen, Anordnungen der Bauaufsicht, Mängelmeldungen, Behinderungen. Was davon später zählt, entscheidet sich oft erst beim Nachtrag, bei der Abnahme oder im Gewährleistungsfall. Wir sorgen dafür, dass es dann auffindbar ist.
Alltag
Wo im Bauunternehmen Zeit verloren geht
Anordnungen kommen beiläufig
Der Bauherr wünscht bei der Begehung eine andere Ausführung, die Bauaufsicht schreibt eine Zeile per Mail, der Planer schickt einen neuen Plan ohne Kommentar. Ob daraus ein Nachtrag wird, hängt davon ab, ob jemand rechtzeitig erkennt, dass sich das Bausoll geändert hat.
Planstände laufen auseinander
Polier, Subunternehmer und Haustechnik arbeiten mit Plänen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten verteilt wurden. Welcher Index gilt, steht im Planverzeichnis – das auf der Baustelle niemand aufschlägt.
Mängel wandern durch Mailverläufe
Gemeldet bei der Begehung, fotografiert vom Bauleiter, weitergeleitet an den Subunternehmer, angeblich erledigt. Ob der Mangel wirklich behoben ist, zeigt sich erst bei der nächsten Begehung oder bei der Übergabe.
Das Bautagebuch hinkt hinterher
Wetter, Personalstand, Lieferungen, Behinderungen: Der Polier weiß das alles, aber am Ende eines langen Tages wird das Bautagebuch knapp oder gar nicht geführt. Genau diese Einträge fehlen später, wenn es um Bauzeit und Mehrkosten geht.
Vier Themen
Wo wir ansetzen
Datenanalyse, Kommunikation, Wissensmanagement und die Prüfung von Wissen hängen zusammen. Jedes Thema hat für Ihre Branche eine eigene Seite.
Datenanalyse
Ein Bauvorhaben kippt selten über Nacht. Die Vorzeichen stehen im Schriftverkehr.
Bauzeitplan und Kostenverfolgung zeigen eine Abweichung, wenn sie bereits eingetreten ist. Die Kommunikation zeigt sie früher: in unbeantworteten Rückfragen, verschobenen Planlieferungen und dem gereizten Ton einer Mail.
Kommunikation
Viele Beteiligte, viele Kanäle. Ein Bauvorhaben, das nachvollziehbar bleibt.
Am Bau schreibt jeder mit jedem: Architekt mit Bauleiter, Polier mit Subunternehmer, Bauherr mit Geschäftsführer. Wir führen das je Bauvorhaben zusammen, damit eine Anordnung nicht in einem Postfach verschwindet, das morgen niemand mehr öffnet.
Wissensmanagement
Das Bauvorhaben ist übergeben. Die Fragen dazu kommen trotzdem noch.
Gewährleistung, Folgeaufträge, ähnliche Projekte: Wissen aus einem Bauvorhaben wird oft lange nach der Übergabe gebraucht. Dann ist der Bauleiter auf einem anderen Projekt und das Postfach archiviert. Wir halten das Wissen am Projekt und verbinden es mit seiner Quelle.
Wissen validieren
Eine Antwort auf Basis des alten Planindex ist schlimmer als keine
Leistungsverzeichnis, Baubeschreibung, Vertrag und Pläne sagen nicht immer dasselbe – und jedes Dokument gibt es in mehreren Fassungen. Wer KI daraus antworten lässt, braucht ein Verfahren, das die gültige Quelle nennt und Widersprüche offenlegt.
Anwendungsfälle
Konkrete Abläufe zum Einstieg
Wir beginnen mit einem Ablauf, der heute spürbar Zeit kostet. Erst wenn er trägt, kommt der nächste dazu.
Nachträge mit Belegen untermauern
Belege für einen Nachtrag aus Mail, Plan, Foto und Bautagebuch zusammentragen.
Planrevisionen gegen den Baustellenstand prüfen
Neue Planindizes erkennen und zeigen, wer noch nach dem alten Stand arbeitet.
Mängel mit Subunternehmern nachverfolgen
Mängel aus der Begehung zuordnen, anschreiben und bis zur Behebung verfolgen.
Bautagebuch aus dem Baustellenalltag vorbereiten
Ein Tagesentwurf für das Bautagebuch aus dem, was ohnehin dokumentiert wird.
Frühwarnung für kippende Bauvorhaben
Offene Punkte und Häufungen als frühes Warnsignal an die Bauleitung melden.
Ihre Werkzeuge bleiben
Wir lösen keine Systeme ab, die im Bauunternehmen gut funktionieren. Wo eine Schnittstelle existiert, binden wir an; wo nicht, klären wir in der Analysephase, was möglich ist und mit welchem Aufwand.
Wie Integrationen ablaufen →In der Branche verbreitet
- AVA- und Kalkulationssoftware (z. B. ABK, Nevaris, Auer Success)
- Projekt- und Planserver
- Mängel- und Bautagebuch-Apps (z. B. PlanRadar)
- Bauzeitplanung (z. B. MS Project)
- Microsoft 365
- ERP und Lohnverrechnung
Die Nennung bedeutet nicht, dass für jedes dieser Systeme schon eine fertige Anbindung besteht.
Branchenneutral
OfficeHub: Alle Kanäle. Ein sauberer Vorgang.
Die Basis-Vorgangsplattform. Kommunikation, Anfragen und Aufgaben laufen zentral zusammen. Sie starten mit Vorgängen; wenn das Geschäft komplexer wird, wächst die Struktur mit, ohne dass Sie etwas umbauen. Es sind dieselben Vorgänge.
Erstgespräch
Sehen wir uns an, wo im Bauunternehmen bei Ihnen Zeit verloren geht.
Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.
Erstgespräch vereinbarenErsetzt das unsere Bausoftware oder den Planserver?
Nein. Kalkulation, Abrechnung und Planverwaltung bleiben in den Programmen, die Sie heute nutzen. Wir ordnen die Kommunikation rund um das Bauvorhaben und verbinden sie mit diesen Systemen. Wo eine Schnittstelle existiert, binden wir an; sonst klären wir es in der Analysephase.
Funktioniert das mit Subunternehmern, die wir nicht steuern können?
Ja. Subunternehmer schreiben, telefonieren und schicken Unterlagen wie bisher. Die Zuordnung zu Bauvorhaben, Gewerk und Thema passiert auf Ihrer Seite. Niemand außerhalb Ihres Unternehmens muss ein neues Werkzeug einführen.
Wer entscheidet über Nachträge und Mängelrügen?
Immer die Bauleitung oder die Geschäftsführung. Das System stellt Belege zusammen und bereitet Schreiben vor. Vertragliche Erklärungen formuliert und verantwortet ein Mensch.
Womit beginnen wir sinnvollerweise?
Mit einem laufenden Bauvorhaben und einem Ablauf, der dort heute Reibung erzeugt – häufig Mängelverfolgung oder Planverteilung. Erst wenn dieser Ablauf trägt, wird er auf weitere Projekte übertragen.