Anwendungsfall · Bauunternehmen
Frühwarnung für kippende Bauvorhaben
Offene Punkte und Häufungen als frühes Warnsignal an die Bauleitung melden.
Das Problem
Geschäftsführung und Bauleitung erfahren meist über den Bauzeitplan oder die Kostenverfolgung, dass ein Projekt Probleme hat. Dann ist die Abweichung bereits eingetreten, und die Handlungsmöglichkeiten sind kleiner.
Die Vorzeichen sind früher sichtbar, aber verstreut: unbeantwortete Rückfragen an die Planung, Protokollpunkte, die Woche für Woche offen bleiben, Lieferungen, die zum zweiten Mal verschoben werden, Subunternehmer, die weniger Personal schicken als vereinbart. Niemand hat Zeit, das über alle Bauvorhaben hinweg im Blick zu behalten.
Ablauf
So läuft es
Schritt 1
Signale festlegen
Gemeinsam mit Ihnen wird bestimmt, welche Signale als Warnzeichen gelten, etwa offene Planrückfragen über einer vereinbarten Dauer oder wiederholte Behinderungen in einem Bauteil.
Schritt 2
Laufend auswerten
Schriftverkehr, Protokolle und Bautagebuch der angebundenen Bauvorhaben werden auf diese Signale geprüft. Gezählt werden offene Punkte, deren Alter und ihre Häufung je Bauteil und Gewerk.
Schritt 3
Hinweis mit Belegen
Überschreitet ein Bauvorhaben die vereinbarten Schwellen, erscheint ein Hinweis bei der Bauleitung und auf Wunsch bei der Geschäftsführung – mit den zugrunde liegenden Nachrichten, nicht nur einer Ampel.
Was sich ändert
- Probleme werden sichtbar, solange noch gegengesteuert werden kann
- Die Geschäftsführung sieht über alle Bauvorhaben, wo sich Risiken häufen
- Behinderungen werden früher schriftlich angezeigt, weil sie früher auffallen
Themen: Datenanalyse im Bauunternehmen
Läuft selbstständig – intern, mit eindeutigem Ergebnis.
Der Hinweis bleibt intern und beruht auf vereinbarten, nachvollziehbaren Regeln. Er darf selbstständig erzeugt werden. Jede Reaktion darauf – Gespräch, Anzeige, Umplanung – entscheidet ein Mensch.
Wie die Freigabestufen funktionieren →Bauunternehmen
Weitere Anwendungsfälle im Bauunternehmen
Nachträge mit Belegen untermauern
Belege für einen Nachtrag aus Mail, Plan, Foto und Bautagebuch zusammentragen.
Planrevisionen gegen den Baustellenstand prüfen
Neue Planindizes erkennen und zeigen, wer noch nach dem alten Stand arbeitet.
Mängel mit Subunternehmern nachverfolgen
Mängel aus der Begehung zuordnen, anschreiben und bis zur Behebung verfolgen.
Bautagebuch aus dem Baustellenalltag vorbereiten
Ein Tagesentwurf für das Bautagebuch aus dem, was ohnehin dokumentiert wird.
Erstgespräch
Passt dieser Ablauf zu Ihrem Betrieb?
Im Erstgespräch sehen wir uns an, wie der Ablauf bei Ihnen heute läuft, welche Systeme beteiligt sind und ob er ein guter Einstieg ist. Unverbindlich.
Erstgespräch vereinbarenHäufig gestellte Fragen
KontaktWird damit die Arbeit der Bauleiter kontrolliert?
Nein. Gegenstand sind Bauvorhaben und offene Punkte, nicht Personen. Der Hinweis soll der Bauleitung helfen, nicht sie bewerten.
Was, wenn ein Hinweis falsch ist?
Dann lässt er sich mit einem Blick auf die verlinkten Nachrichten erkennen und verwerfen. Häufen sich Fehlalarme, werden die Schwellen gemeinsam angepasst.