Anwendungsfall · Bauunternehmen
Mängel mit Subunternehmern nachverfolgen
Mängel aus der Begehung zuordnen, anschreiben und bis zur Behebung verfolgen.
Das Problem
Bei jeder Begehung entstehen Mängellisten, häufig als Fotos und Stichworte auf dem Handy. Daraus muss jemand Mängelschreiben an die richtigen Subunternehmer machen, mit Ort, Beschreibung und Frist. Kommt eine Rückmeldung „erledigt“, wird sie selten mit dem ursprünglichen Mangel verknüpft.
Vor der Übergabe an den Bauherrn beginnt dann das große Abgleichen: Welche Mängel sind wirklich behoben, welche nur gemeldet, welche wurden vergessen? Offene Punkte aus frühen Begehungen tauchen plötzlich im Abnahmeprotokoll des Bauherrn wieder auf.
Ablauf
So läuft es
Schritt 1
Erfassen bei der Begehung
Fotos und Sprachnotizen der Begehung werden zu Mängeleinträgen mit Bauteil, Raum und Gewerk. Ist das Gewerk nicht eindeutig, bleibt die Zuordnung offen und wird markiert.
Schritt 2
Mängelschreiben vorbereiten
Je Subunternehmer entsteht ein Entwurf mit allen ihn betreffenden Mängeln, Fotos und der im Vertrag vereinbarten Behebungsfrist. Die Bauleitung prüft und versendet über das gewohnte Postfach.
Schritt 3
Rückmeldungen zuordnen
Antworten des Subunternehmers werden den einzelnen Mängeln zugeordnet. „Erledigt“ gilt erst, wenn es bei einer Kontrolle bestätigt oder durch ein Foto belegt ist.
Schritt 4
Offenes vor der Übergabe
Vor der Übergabe gibt es je Bauteil und Gewerk eine Liste der noch offenen und der unbestätigten Mängel, jeweils mit Verlauf.
Was sich ändert
- Kein Mangel aus einer Begehung geht auf dem Weg zum Subunternehmer verloren
- Der Status jedes Mangels ist mit Verlauf nachvollziehbar
- Die Übergabe an den Bauherrn wird mit einer belastbaren Liste vorbereitet
Themen: Kommunikation im Bauunternehmen
Das System bereitet vor, ein Mensch prüft und gibt frei.
Mängelschreiben gehen an Vertragspartner und können Fristen in Gang setzen. Deshalb bereitet das System vor, und die Bauleitung prüft und versendet.
Wie die Freigabestufen funktionieren →Bauunternehmen
Weitere Anwendungsfälle im Bauunternehmen
Nachträge mit Belegen untermauern
Belege für einen Nachtrag aus Mail, Plan, Foto und Bautagebuch zusammentragen.
Planrevisionen gegen den Baustellenstand prüfen
Neue Planindizes erkennen und zeigen, wer noch nach dem alten Stand arbeitet.
Bautagebuch aus dem Baustellenalltag vorbereiten
Ein Tagesentwurf für das Bautagebuch aus dem, was ohnehin dokumentiert wird.
Frühwarnung für kippende Bauvorhaben
Offene Punkte und Häufungen als frühes Warnsignal an die Bauleitung melden.
Erstgespräch
Passt dieser Ablauf zu Ihrem Betrieb?
Im Erstgespräch sehen wir uns an, wie der Ablauf bei Ihnen heute läuft, welche Systeme beteiligt sind und ob er ein guter Einstieg ist. Unverbindlich.
Erstgespräch vereinbarenHäufig gestellte Fragen
KontaktWir nutzen bereits eine Mängel-App. Brauchen wir das trotzdem?
Vielleicht nicht. Wenn Ihre App den Ablauf gut abdeckt, bleibt sie führend, und wir verbinden nur die Kommunikation drumherum, etwa Rückmeldungen per Mail. Das klären wir vorab ehrlich.
Werden Fristen automatisch gesetzt?
Die Behebungsfrist wird aus Ihren Vorgaben oder dem jeweiligen Vertrag vorgeschlagen. Festgelegt wird sie von der Bauleitung im Mängelschreiben.