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Made in Austria

Wissensmanagement in der Apotheke

Wie die Apotheke funktioniert, sollte nicht an einer Schicht hängen

Wer weiß, wie die Retoure an den Großhandel läuft, wen man beim Ausfall des Kommissionierers anruft und was beim Notdienstwechsel zu tun ist? Meist eine oder zwei Personen. Wir verbinden dieses Wissen mit den Abläufen, die es brauchen.

Die Ausgangslage

Apotheken arbeiten in Schichten, oft mit Teilzeitkräften und wechselnden Besetzungen. Organisatorisches Wissen wird mündlich weitergegeben: an der Tara, beim Schichtwechsel, im Pausenraum. Was davon schriftlich existiert, liegt verstreut in Mails, Ordnern und Notizzetteln.

Das funktioniert, solange die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen da sind. Fällt jemand aus oder verlässt das Team, merkt man erst beim nächsten Sonderfall, was fehlt: die Ansprechperson beim Hersteller für eine bestimmte Rückrufaktion, die Absprache mit dem Pflegeheim über Lieferzeiten, der Weg, wie eine Fehllieferung reklamiert wird.

Ein Wiki würde helfen, wenn es jemand pflegte. In der Praxis ist dafür keine Zeit, und eine veraltete Anleitung ist im Ernstfall schlechter als gar keine.

Vorgehen

So setzen wir an

  1. Schritt 1

    Organisatorische Quellen anbinden

    Mails mit Lieferanten, interne Anleitungen, Notizen zum Notdienst und Gerätedokumentation werden angebunden, nicht in eine neue Ablage kopiert.

  2. Schritt 2

    Wissen am Ablauf zeigen

    Wird ein Rückstand gemeldet oder steht eine Retoure an, erscheint dazu, wie es zuletzt gelöst wurde und wer Ansprechperson war, mit Verweis auf die Quelle.

  3. Schritt 3

    Schichtübergabe stützen

    Offene Lieferantenvorgänge, zugesagte Rückmeldungen und Besonderheiten des Tages werden für die nächste Schicht zusammengestellt.

  4. Schritt 4

    Veraltetes erkennen

    Ändert sich eine Ansprechperson oder ein Ablauf, wird die ältere Fundstelle markiert, damit niemand nach einer überholten Anleitung arbeitet.

Ein typischer Fall

Ein Hersteller kündigt per Mail die Rücknahme einer bestimmten Charge an. Die Kollegin, die sich sonst um solche Meldungen kümmert, ist im Urlaub. Zum Vorgang zeigt das System, wie die letzte vergleichbare Meldung abgewickelt wurde, welche Schritte im Team dafür vereinbart sind und an wen die Rückmeldung damals ging. Die Vertretung arbeitet die Meldung danach ab und ergänzt, was sich seitdem geändert hat.

Wo der Mensch entscheidet

Wir verbinden organisatorisches Wissen, wir legen keine pharmazeutische Wissensdatenbank an. Fachinformationen und Beratungsgrundlagen bleiben in den Quellen, die Ihr Fachpersonal dafür nutzt. Das System ersetzt keine Unterweisung und keine fachliche Verantwortung.

Unsere Rolle und Grundsätze →

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Häufig gestellte Fragen

Kontakt
Müssen wir dafür Anleitungen neu schreiben?

Nein. Wir starten mit dem, was es gibt, auch wenn es nur Mails und Notizen sind. Wo Lücken sind, zeigen wir sie auf.

Sieht jede Teilzeitkraft alles?

Nein. Wer was sehen darf, folgt den Rollen in Ihrer Apotheke. Die Berechtigungen der Quellsysteme werden übernommen.

Gehören Kundendaten zu diesem Wissen?

Nein. Es geht um Abläufe, Ansprechpersonen und Absprachen mit Lieferanten und Partnern, nicht um einzelne Kundinnen und Kunden.