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Ratgeber · Wissensmanagement

Wie gelingt Wissenstransfer bei einer Übergabe?

Ein guter Wissenstransfer bei einer Übergabe beginnt mit einer Liste der offenen Vorgänge, nicht mit einer Beschreibung der Stelle. Für jeden Vorgang sollte erkennbar sein, wo er steht, was als Nächstes zu tun ist und wer beteiligt ist. Ergänzt wird das durch gemeinsames Arbeiten und eine vereinbarte Möglichkeit für Rückfragen.

Übergaben haben viele Anlässe

Nicht nur Kündigungen und Pensionierungen erfordern eine Übergabe. Elternzeit, längere Krankheit, interne Wechsel oder die Umverteilung von Kunden gehören ebenso dazu. Oft bleibt wenig Vorlauf. Umso wichtiger ist, dass ein Betrieb nicht erst im Ernstfall überlegt, was übergeben werden muss, sondern Vorgänge so führt, dass eine andere Person sie jederzeit verstehen kann.

Vom Vorgang her denken

Eine Stellenbeschreibung sagt, was jemand grundsätzlich tut. Für die Nachfolge zählt aber, was gerade läuft: das Angebot, auf das eine Antwort fehlt, die Reklamation mit Zusage bis Monatsende, der Lieferant, der noch eine Unterlage schickt. Eine Übergabeliste nach Vorgängen – mit Status, nächstem Schritt, Beteiligten und Fundort der Unterlagen – ist deshalb das wichtigste Dokument.

Zusagen und Absprachen sichtbar machen

Besonders heikel sind Zusagen, die nur im Postfach oder im Gedächtnis stehen: ein versprochener Rückruf, ein eingeräumter Rabatt, eine Kulanz. Gehen sie bei der Übergabe verloren, merkt das zuerst der Kunde. Es lohnt sich, die Kommunikation der letzten Zeit gezielt auf offene Zusagen durchzusehen und diese ausdrücklich zu übergeben, statt darauf zu hoffen, dass sie auffallen.

Gemeinsame Zeit und Rückfragen

Wenn möglich, sollten abgebende und übernehmende Person einige Vorgänge gemeinsam bearbeiten. Kunden und Partner sollten wissen, wer künftig zuständig ist. Nach der Übergabe hilft eine vereinbarte Phase, in der Rückfragen möglich sind. Viele Lücken zeigen sich erst, wenn ein Vorgang in den nächsten Schritt geht.

Die Grenze jeder Übergabe

Eine Übergabe kann nur weitergeben, was irgendwo greifbar ist. Wurde jahrelang vieles mündlich geregelt, bleibt eine Lücke, die erst mit der Zeit geschlossen wird. Das ist kein Grund für Vorwürfe, sondern ein Hinweis darauf, künftig mehr am Vorgang selbst festzuhalten – kurz, regelmäßig und dort, wo andere es finden.

Erstgespräch

Sehen wir uns Ihren größten Zeitfresser an.

Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.

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Häufig gestellte Fragen

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Was gehört in eine Übergabeliste?

Je offenem Vorgang: worum es geht, aktueller Stand, nächster Schritt mit Termin, beteiligte Personen und wo die Unterlagen liegen. Dazu offene Zusagen gegenüber Kunden oder Partnern.

Wie geht man mit einer kurzfristigen Übergabe um?

Zuerst die Vorgänge mit nahen Terminen und offenen Zusagen klären, dann die übrigen. Bei sehr wenig Zeit hilft eine gemeinsame Durchsicht des Postfachs und der Ablagen nach offenen Punkten.