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Ratgeber · Kommunikation

Kann man Nachfassen automatisieren?

Nachfassen lässt sich teilweise automatisieren: Ein System kann erkennen, wo eine Antwort aussteht, zum vereinbarten Zeitpunkt daran erinnern und eine passende Nachricht vorbereiten. Ob und wie nachgefasst wird, sollte aber eine Person entscheiden, weil der richtige Ton und Zeitpunkt vom Einzelfall abhängen.

Wo Nachfassen im Alltag anfällt

Nachfassen ist überall dort nötig, wo der Ball beim Gegenüber liegt: ein versendetes Angebot ohne Reaktion, fehlende Unterlagen für einen Auftrag, eine Rückfrage an einen Lieferanten, eine Terminbestätigung, die aussteht. Einzeln betrachtet ist jedes Nachfassen eine Kleinigkeit. In der Summe bindet es viel Aufmerksamkeit – vor allem, weil man sich merken muss, was überhaupt offen ist.

Der schwierige Teil ist das Erkennen

Das Versenden einer Erinnerung ist technisch einfach. Schwierig ist, überhaupt zu wissen, dass nachgefasst werden muss. Dafür muss erkannt werden, dass eine Nachricht eine Antwort erwartet, und dass diese Antwort ausgeblieben ist – auch wenn sie vielleicht telefonisch kam oder an eine andere Adresse ging. Hier setzt eine Vorgangslogik an: Offene Punkte werden am Vorgang festgehalten, nicht im Gedächtnis der Person, die die Nachricht geschrieben hat.

Was sinnvoll automatisiert werden kann

Gut automatisierbar sind das Erkennen offener Punkte, die Erinnerung nach der vereinbarten Frist und das Vorbereiten einer Nachfass-Nachricht mit Bezug auf den bisherigen Verlauf. KheepU zeigt im Vorgang, wo eine Antwort aussteht, und legt einen Entwurf an. Versendet wird er nach Freigabe. Bei rein internen Erinnerungen an das eigene Team kann die Stufe niedriger liegen, weil nichts nach außen geht.

Warum der Mensch entscheiden sollte

Ein automatisch versendetes Nachfassen kann unpassend sein: Der Kunde hat gerade angerufen, ein Trauerfall ist bekannt, das Angebot ist intern ohnehin überholt. Solche Zusammenhänge kennt das Team, nicht immer das System. Auch der Ton entscheidet: Eine zu fordernde Erinnerung kann eine Beziehung belasten. Eine kurze Prüfung vor dem Versand verhindert diese Fehlgriffe und kostet wenig.

Wie oft und wie lange nachfassen

Eine feste Regel gibt es nicht. Sinnvoll ist, für typische Anlässe eine Abfolge festzulegen: erste Erinnerung, zweite Erinnerung mit anderem Kanal, danach eine bewusste Entscheidung, ob der Vorgang geschlossen wird. Endloses Nachfassen bindet Zeit und nervt das Gegenüber. Ein Vorgang, der trotz mehrfacher Nachfrage still bleibt, verdient eine Entscheidung statt einer weiteren Erinnerung.

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Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.

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Häufig gestellte Fragen

Kontakt
Sind Serien-Erinnerungen per Mail-Tool nicht ausreichend?

Für Newsletter und Marketing ja. Für individuelle Vorgänge fehlt solchen Werkzeugen meist der Kontext, ob inzwischen über einen anderen Kanal geantwortet wurde.

Wer wird erinnert, wenn die zuständige Person abwesend ist?

Das sollte über die Vertretungsregel geklärt sein. Offene Punkte am Vorgang sind für die Vertretung sichtbar, private Erinnerungen im Kalender nicht.