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Begriff · Kommunikation

Kanalwechsel

Ein Kanalwechsel liegt vor, wenn ein Kunde mitten in einem Anliegen den Kommunikationsweg ändert – etwa von der Mail zum Telefon oder vom Telefon zum Messenger. Für den Betrieb wird das zum Problem, wenn die Kanäle getrennt geführt werden und niemand mehr den ganzen Verlauf sieht.

Warum Kunden den Kanal wechseln

Kanalwechsel haben meist nachvollziehbare Gründe. Eine Mail blieb unbeantwortet, also ruft der Kunde an. Am Telefon wird ein Foto verlangt, also kommt es per Messenger. Unterwegs ist eine Kurznachricht bequemer als eine Mail. Manchmal ist der Wechsel auch ein Zeichen von Ungeduld: Wer nach einer Mail anruft, will oft wissen, ob überhaupt jemand sein Anliegen bemerkt hat.

Was intern dabei schiefgeht

Wird jeder Kanal für sich betreut, zerfällt das Anliegen. Die Person am Telefon kennt die Mail nicht, die Person am Postfach weiß nichts vom Anruf, das Foto liegt auf dem Diensthandy. Der Kunde muss sein Anliegen mehrfach erklären oder bekommt widersprüchliche Auskünfte. Intern entsteht doppelte Arbeit, weil zwei Personen am selben Problem arbeiten, ohne es zu wissen.

Ein typischer Fall

Ein Kunde meldet per Mail einen Defekt an einem gelieferten Gerät. Mangels Antwort ruft er einige Tage später an; die Kollegin am Telefon legt einen neuen Fall an. Am Abend schickt er per Kurznachricht ein Foto an die Nummer, die er von der Visitenkarte des Monteurs kennt. Drei Kanäle, drei Personen, kein gemeinsamer Stand – und ein Kunde, der den Eindruck hat, im Kreis geschickt zu werden.

Kanalwechsel auffangen

Die Lösung liegt nicht darin, Kunden einen Kanal vorzuschreiben, sondern darin, intern alle Nachrichten zum selben Anliegen zusammenzuführen. Dafür braucht es eine Zuordnung über Kanäle hinweg: Diese Nachricht gehört zu jenem Vorgang. KheepU schlägt diese Zuordnung anhand von Absender, Inhalt und offenen Vorgängen vor, ein Mensch bestätigt. Wer dann übernimmt, sieht Mail, Telefonnotiz und Foto an einer Stelle.

Grenzen der Zuordnung

Nicht jeder Kanalwechsel lässt sich sicher erkennen. Schreibt ein Kunde von einer anderen Adresse oder ruft von einer unbekannten Nummer an, fehlen eindeutige Merkmale. Auch wenn mehrere Anliegen desselben Kunden parallel laufen, ist die Zuordnung nicht immer eindeutig. Hier bleibt eine kurze Rückfrage beim Kunden – „Geht es um Ihre Meldung zum Gerät?“ – der verlässlichste Weg.

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Häufig gestellte Fragen

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Ist ein Kanalwechsel immer ein schlechtes Zeichen?

Nein. Oft ist er schlicht praktisch, etwa wenn ein Foto per Messenger einfacher ist. Ein Warnsignal ist er vor allem dann, wenn er auf eine ausgebliebene Antwort folgt.

Sollte man auf dem Kanal antworten, auf dem der Kunde zuletzt geschrieben hat?

Meist ja, weil er dort gerade aufmerksam ist. Bei umfangreichen Inhalten kann ein kurzer Hinweis sinnvoll sein, dass die Details per Mail folgen.