Anwendungsfall · Handwerk
Angebotsanfragen vollständig machen
Fehlende Angaben in Anfragen erkennen und gezielt nachfragen.
Das Problem
Eine typische Anfrage lautet: „Wir möchten unser Bad erneuern, was kostet das ungefähr?“ Für ein brauchbares Angebot fehlen Raummaße, Fotos vom Bestand, Angaben zu Leitungen und Wünsche zur Ausstattung. Also wird nachgefragt – telefonisch, per Mail, manchmal mehrfach, und meist von jemandem, der eigentlich auf der Baustelle gebraucht wird.
Während Informationen fehlen, liegt die Anfrage in einem Zwischenzustand. Niemand fühlt sich zuständig, bis der Kunde sich verärgert meldet oder bei einem anderen Betrieb unterschreibt. Wie viele Anfragen auf diese Weise verloren gehen, weiß der Betrieb meistens nicht.
Ablauf
So läuft es
Schritt 1
Anfrage einordnen
Eingehende Anfragen aus Mail, Formular oder Anrufnotiz werden nach Gewerk und Art eingeordnet: Badsanierung, Elektroinstallation, Möbelanfertigung, Dachreparatur.
Schritt 2
Lücken erkennen
Für jede Art legt der Betrieb fest, welche Angaben er für ein Angebot braucht. Das System gleicht die Anfrage damit ab und listet auf, was fehlt.
Schritt 3
Rückfrage entwerfen
Es entsteht ein Entwurf, der genau die fehlenden Punkte nennt, etwa „Bitte senden Sie uns ein Foto des Zählerkastens und die Raumhöhe“. Das Büro prüft und versendet.
Schritt 4
Stand sichtbar halten
Anfragen ohne Rückmeldung werden nach der vereinbarten Frist erneut vorgelegt. Eine Übersicht zeigt, wie viele Anfragen gerade auf den Kunden, auf eine Besichtigung oder auf die Kalkulation warten.
Was sich ändert
- Rückfragen sind konkret, und der Kunde weiß, was er schicken soll
- Anfragen hängen nicht unbemerkt zwischen Eingang und Angebot fest
- Der Betrieb sieht, an welcher Stelle Anfragen am häufigsten verloren gehen
Themen: Kommunikation im Handwerk · Datenanalyse im Handwerk
Das System bereitet vor, ein Mensch prüft und gibt frei.
Rückfragen gehen an Kunden und prägen den ersten Eindruck vom Betrieb. Das System bereitet sie vor, versendet werden sie erst nach Freigabe durch das Büro.
Wie die Freigabestufen funktionieren →Handwerk
Weitere Anwendungsfälle im Handwerk
Anrufe und Sprachnachrichten dem Auftrag zuordnen
Aus Anrufen und Sprachnachrichten wird eine Notiz am richtigen Auftrag.
Regiebericht aus Notizen und Fotos entwerfen
Ein Entwurf des Regieberichts aus dem, was auf der Baustelle ohnehin entsteht.
Objektinfo vor dem Servicetermin
Verbaute Geräte, frühere Arbeiten und Besonderheiten vor dem Einsatz – mit Quelle.
Offene Angebote im Blick behalten
Angebote ohne Rückmeldung erkennen und rechtzeitig an das Büro melden.
Erstgespräch
Passt dieser Ablauf zu Ihrem Betrieb?
Im Erstgespräch sehen wir uns an, wie der Ablauf bei Ihnen heute läuft, welche Systeme beteiligt sind und ob er ein guter Einstieg ist. Unverbindlich.
Erstgespräch vereinbarenHäufig gestellte Fragen
KontaktWer legt fest, welche Angaben für ein Angebot nötig sind?
Ihr Betrieb. Wir erarbeiten die Listen gemeinsam mit den Personen, die heute kalkulieren, und passen sie an, wenn sich zeigt, dass etwas fehlt oder überflüssig ist.
Wird das Angebot selbst auch erstellt?
Nein. Kalkulation und Angebot bleiben in Ihrer Handwerkersoftware und bei Ihren Leuten. Der Fall endet dort, wo alle Angaben für das Angebot vollständig vorliegen.